W124 320TE

28.08.2013, 11:49 am

Auch bei dem Kombi dürfen wir nicht vergessen, dass es sich um einen inzwischen 20-jährigen Youngtimer handelt, der hier und da seine Liebe in Form von Reparaturen benötigt.

Eine dieser Reparaturen belief sich auf das Automatikgetriebe, welches sich noch im Zustand der Erstauslieferung befand – also noch nie gewartet wurde. Solch eine Reparatur ist kein Muss, sollte aber dennoch gut überlegt sein. Gegenüber standen uns folgende zwei Optionen: ca. 2.000 EUR für die vollständige Überholung des Getriebes oder mind. 4.000 EUR für ein neues Getriebe, wenn vorab keine Reparatur erfolgen sollte und es höchstwahrscheinlich irgendwo mitten in der Pampa kaputt geht. Auch wenn jeder von uns gern pokert, bei den Kosten könnt ihr euch sicherlich denken, welchen Weg wir gewählt haben.

19.08.2012, 5:26 pm

Bereits zwei Tage später packte uns die Bastellust an unserem neuen Kombi.
Beim Kauf konnten wir bereits feststellen, dass die Wagenheberaufnahmen in einem guten Zustand mit leichten Ansätzen von Rost waren. Diese leichten Ansätze von Rost wollten wir nun behandeln bevor daraus mehr wird.

Zusammen mit unserem Freund Daniel bauten wir vorsichtig die Plastik-Seitenplanken ab (Vorsicht: die Planken sind nur mit Plasteklippsen befestigt und daher leicht brechlich!). Das erleichterte das Arbeiten auf dem direkten Blech und brachte noch so einigen Schmutz hervor, welcher sich unter den Planken und Kotflügeln festgesetzt hatte. Anschließend folgte das Abkleben der Fläche über den Wagenheberaufnahmen, um diese nicht unnötig zu beschädigen. Nun kam der Dremel zum Einsatz um jeglichen vorhandenen Rost abzuschleifen. Eine Hohlraumversiegelung bildet den Abschluss.

Auch wenn die Wagenheberaufnahmen gut in Schuss sind, würden wir jedem diese Behandlung raten. Dabei beugt man nicht nur dem Rost vor sondern entfernt auch gleichzeitig den Schmutz unter den Leitplanken und Kotflügeln.

Zwei Tage später bauten wir noch die originalen Rücklichter und Blinker vorne ein.



17.08.2012, 7:04 pm

Was fehlt einem wohl noch, wenn man einen ehemaligen KTW als Camper und einen 70er Jahre Oldtimer besitzt? – Richtig, eine Familienkutsche für den Alltag.

Unser Sommerurlaub stand an und wir wollten mit dem KTW in den Schwarzwald fahren, um Andy's Schwester zu besuchen. Naja, sagen wir mal, dass es eher ein Vorwand war, um nach unserem neuen Auto zu suchen.
Andy hat sich bereits im Vorhinein verschiedene Angebote heraus gesucht, die auf unserem Weg lagen und besichtigt werden wollten bzw. sollten. Auch bei dieser Suche waren wir uns beide relativ einig: W124, da viel Platz im Innenraum und noch mehr im Kofferraum, 2 Airbags für die Sicherheit sowie Schiebedach. Natürlich standen auf unserer Wunschliste auch noch diverse Extras, wie bspw. Sitzheizung, Motorisierung etc., die aber kein unbedingtes Muss waren.

Wir haben uns ungelogen ca. 7-8 W124er angesehen. Alle mit verschiedener Motorisierung, Ausstattung, Farbe und, am wichtigsten, Zustand.
An einem wurden SL-Kiemen auf barbarische Weise ins Blechkleid geschweißt und die Bremssattel porscherot angesprayt. Der Händler eines anderen W124er behauptete, dass dieses Modell so viel Öl verlieren muss. Das wäre normal. Komischerweise verliert unser W124 KTW überhaupt kein Öl. "Ah ja, das muss so sein, sagen Sie." Kanditat Nummer 3 (oder 5) sprang gar nicht erst an, hatte keinen TÜV mehr und schimmelte im Kofferraum. Gewünschter Preis: 5.000 EUR, aber "dann repariere ich ihn nur so, dass er läuft". Der letzte im Bunde gefiel uns von der Farbe und der Ausstattung her am besten, aber leider regten uns die durchgerosteten Wagenheberaufnahmen zum Denken an.
Irgendwie sah es so aus als ob wir unbedingt mit einem neuen Auto aus dem Urlaub kommen sollten/wollten. :-) Woraufhin Franzi kapitulierte und Andy die Entscheidung überließ: Nummer 1.


Hier noch ein paar Eckdaten: